Worüber sich Goethe und Wieland beim Abendessen unterhielten, was Bratwürste und Borsdorfer Äpfel mit dem Begriff des Unendlichen zu tun haben und warum sich Goethe nach Jena zurückzog, als die berühmte Madame de Stael in Weimar eintraf - wenn Sie das wissen möchten, dann greifen Sie zu dieser Ausgabe.
Aus der Handschrift neu herausgegeben, liegen die Aufzeichnungen des angesehenen Weimarer Gymnasialdirektors zum ersten mal unzensiert und ungekürzt vor. Lange genug genossen sie einen zweifelhaften Ruf, wurden als Klatsch- und Tratschbuch verschrien, und der Verfasser selbst wurde verunglimpft als Arschgesicht, Vogelscheuche und Schmeißfliege. Zugleich aber wurden diese Schilderungen wieder als zuverlässige Quelle genutzt.
Heute verbinden wir das Amüsement über das Menschlich-Allzumenschliche der Klassiker, wie es uns in Böttigers Aufzeichnungen so anschaulich entgegentritt, mit der Wertschätzung des authentischen Berichts eines Augen- und Ohrenzeugen.
Buchbeginn
Heute früh (den 26ten Septembr[is] [1791] predigte Herder in der Schloß- oder Garnisonkirche. Dies war das erstemal seit länger, als einem Halbjahr, und da es schlechterdings zum guten Tone gehört, Sonntags Nachmittags im Vauxhall oder in der Theegesellschaft fragen zu können: Haben Sie Herder gehört? so walfarthete noch vor 9 Uhr die ganze beau monde in diese in der äußersten Vorstadt gelegene Kirche.

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