Mittwoch, 10. Dezember 2025

Christopher Morley: Eine Buchhandlung auf Reisen

Aus dem Amerikanischen Englisch von Felix Horst

Buchinfo

Helen McGills Bruder Andrew ist ein veritabler Büchernarr. Zu Helens großem Leidwesen. Vernachlässigt er doch dafür sträflich die Arbeit auf der gemeinsamen Farm. Als eines Tages ein gewisser Roger Mifflin mit seinem Parnassus, einer fahrenden Buchhandlung, bei der Farm haltmacht, um Andrew den Bücherwagen zu verkaufen, beschließt Helen, nur um ihren Bruder vor dem Anblick all der Bücher und die Farm damit vor dem Ruin zu bewahren, das Gefährt zu kaufen und auf Reisen zu gehen. Mutig macht sie sich auf, um die Weltliteratur kennenzulernen - und die Liebe zu einem seltsamen kleinen Mann, der unablässig das Evangelium des Buches predigt.

Buchbeginn

Ich frage mich, ob in der höheren Bildung nicht auch viel Unsinn steckt. Mir ist noch nie aufgefallen, dass Leute, die über Logarithmen und andere Formen der Dichtkunst Bescheid wissen, deshalb schneller Geschirr abwaschen oder Socken stopfen können. Ich habe, wenn ich Zeit dazu hatte, selber viel gelesen und will nichts gegen Leute sagen, die Bücher lieben, aber ich kenne viele Menschen, die einmal tüchtig und praktisch waren, aber durch zu viel feines Druckwerk verdorben worden sind. Wenn ich Sonette lese, bekomme ich auch immer gleich Schluckauf. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen