Orte, an denen Dichterinnen und Autoren gelebt und gearbeitet haben, besitzen eine Aura. Wir suchen sie auf, um in Räumen und abgelebten Dingen etwas von dem Menschen und seiner kreativen Arbeit zu erhaschen und ihn vielleicht etwas besser zu verstehen. Manchmal, im Glücksfall, weht einen geradezu der Hauch einstiger Vitalität an. Der Germanist Bodo Plachta hat über fünfzig der schönsten Dichterhäuser und Gedenkstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht und beschrieben, um zu solchen weltlichen Pilgerfahrten anzuregen: von der Wohnburg Oswalds von Wolkenstein über Goethes Weimar, das Gut Wiepersdorf der Arnims und Nietzsches Haus in Sils Maria bis zu Brechts Berliner Wohnung und Thomas Bernhards Bauernhöfen.
Buchbeginn
Achim und Bettina von Arnim
Wiepersdorf
Schloss Wiepersdorf, 80 Kilometer von Berlin entfernt in der südlichen Mark Brandenburg bei Jüterbog gelegen, war zeitweiliger Wohnsitz des Dichterehepaars Achim (1781 - 1831) und Bettina (1785 - 1859) von Arnim und ist noch immer ein Künstlerhaus von überregionaler Bedeutung. Wie zur Zeit der Arnims liegt Schloss Wiepersdorf in einem idyllischen Park, abgeschieden in karger Landschaft und umgeben von kleinen Dörfern.

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